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Rohrbach

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Current research project

Title / Titel Die isländischen Bischofssitze als Innovationszentren für Textpraktiken im spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Island
PDF Abstract (PDF, 14 KB)
Summary / Zusammenfassung Die Überlieferung mittelalterlicher isländischer Urkunden, Kartularien (máladagabálkur und bréfabækur) und Rechtshandschriften deutet darauf hin, dass viele schriftkulturelle Innovationen von den zwei Bischofssitzen Hólar und Skálholt ausgehen. Insbesondere die officiales der beiden Sitze scheinen eine entscheidende Rolle in der Verbreitung neuer Schreib- und Textmoden zu spielen und die Tradition des Making, Keeping and Using (Michael Clanchy) administrativer Schriftlichkeit nachhaltig beeinflusst und geformt zu haben. Während die Bedeutung der isländischen Klöster und großen Eigenkirchen (staðir), insbesondere Reykholt, als Zentren der Schriftproduktion in den vergangenen Jahrzehnten intensiv in den Blick genommen wurde und für die Frühe Neuzeit die zentrale Bedeutung der Bischofssitze in der Ausbildung der isländischen Elite ebenfalls wiederholt beleuchtet wurde, steht eine umfassende Untersuchung der Schrift- und Textpraktiken der beiden Bischofssitze im Mittelalter noch aus. Dieses Desiderat soll in dem interdisziplinär angelegten Forschungsprojekt aufgegriffen werden.
Project leadership and contacts /
Projektleitung und Kontakte
Prof. Dr. Lena Rohrbach (Project Leader) lena.rohrbach@ds.uzh.ch
Philpp Bailleu, HU Berlin  
Natalie Grohmann, HU Berlin  
Funding source(s) /
Unterstützt durch
Others
 
Duration of Project / Projektdauer Jan 2016 to Dec 2018