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Glaser Weibel

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Completed research project

Title / Titel Modelling morphosyntactic area formation in Swiss German (SynMod+)
PDF Abstract (PDF, 14 KB)
Original title / Originaltitel Modellierung morphosyntaktischer Raumbildung im Schweizerdeutschen (SynMod+)
Summary / Zusammenfassung Das Projekt bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Dialektologie und Geographie, insbesondere im Bereich der Geographischen Informationswissenschaft (GIScience). Im Zentrum steht dabei die Frage: Wie lässt sich sprachliche Variation räumlich darstellen und quantitativ modellieren? Dazu werden anhand der Daten des Syntaktischen Atlas der Deutschen Schweiz (SADS) in zwei Unterprojekten - einem sprachwissenschaftlichen und einem geographischen - verschiedene Fragen der morphosyntaktischen Raumbildung untersucht.

Ein besonderes Charakteristikum der Daten des SADS, das Eingang in nahezu alle Analysen des Vorgängerprojekts SynMod fand und auch in der aktuellen Verlängerungsphase SynMod+ berücksichtigt werden soll, ergibt sich aus der Tatsache, dass an jedem Erhebungsort mehrere Gewährspersonen befragt wurden. Die daraus resultierende mehrfache Variabilität der Daten (d.h. nicht nur zwischen Orten, sondern auch innerhalb einzelner Ortschaften) ermöglicht die Analyse von Variation in einer Detailliertheit, wie sie aufgrund der Datenlage 'traditioneller' Dialektatlanten nicht möglich ist.

Im sprachwissenschaftlichen Teilprojekt sollen verschiedene syntaktische Variablen mittels statistischer Verfahren auf der Grundlage ihrer geographischen Distributionen gruppiert werden. Die einzelnen Gruppierungen syntaktischer Merkmale sollen detailliert analysiert und auf die Frage hin untersucht werden, ob es grammatische Kerngebiete gibt, die durch ein besonders stabiles gemeinsames Auftreten verschiedener Merkmale charakterisiert sind, und wo Übergangszonen liegen. In theoretischer Hinsicht sind von der geplanten Analyse neue Impulse hinsichtlich des Zusammenhangs von sprachlicher Variation und grammatischer Modellierung zu erwarten.

Der Schwerpunkt des geographischen Teilprojekts liegt auf der Analyse von Grenzen individueller Syntaxphänomene und deren Vergleich mit geographischen Phänomenen wie politischen, konfessionellen, kulturellen oder topographischen Grenzen. Im Zentrum steht dabei sowohl die Analyse der Homogenität der durch verschiedene Arten von Grenzen gebildeten Areale als auch die Korrespondenz sprachlicher und aussersprachlicher Grenzen, für deren Untersuchung verschiedene Verfahren wie u.a. Overlap Statistics oder Liniendichte-Berechnungen eingesetzt werden sollen.
Publications / Publikationen Scherrer, Yves; Stoeckle, Philipp (2016): A quantitative approach to Swiss German – Dialectometric analyses and comparisons of linguistic levels. In: Dialectologia et Geolinguistica 24. Berlin: De Gruyter. 92–125.

Jeszenszky, Péter; Weibel, Robert (2016): Modeling transitions between syntactic variants in the dialect continuum. In: The 19th AGILE International Conference on Geographic Information Science [Online-Proceedings], 14.–17.6.2016, Helsinki.

Stoeckle, Philipp (2016): Horizontal and vertical variation in Swiss German morphosyntax. In: Côté, Marie-Hélène; Knooihuizen, Remco; Nerbonne, John (Hrsg.): The future of dialects. Selected papers from Methods in Dialectology XY. Berlin: Language Science Press. 195–215.

Project leadership and contacts /
Projektleitung und Kontakte
Prof. Dr. Elvira Glaser (Project Leader) eglaser@ds.uzh.ch
Prof. Dr. Robert Weibel (Project Leader) robert.weibel@geo.uzh.ch
Dr. Philipp Stöckle philipp.stoeckle@ds.uzh.ch
M. Sc. Péter Jeszenszky peter.jeszenszky@geo.uzh.ch
Other links to external web pages http://www.spur.uzh.ch/research/associated/synmod2.html
Funding source(s) /
Unterstützt durch
SNF (Personen- und Projektförderung)
 
Duration of Project / Projektdauer Feb 2016 to Apr 2017