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Schnyder Morina Müller Schick

Fakultäten » Medizinische Fakultät » Konsiliarpsychiatrie und Psychosomatik, Klinik für » Dr. Matthis Schick » Schnyder Morina Müller Schick

Completed research project

Title / Titel Emotion regulation in traumatised survivors of war and torture
PDF Abstract (PDF, 14 KB)
Original title / Originaltitel Emotionsregulation bei traumatisierten Überlebenden
von Krieg und Folter
Summary / Zusammenfassung Die psychische Gesundheit von Asylsuchenden und anerkannten Flüchtlingen stellt eine kritische Herausforderung sowohl auf Versorgungsebene als auch hinsichtlich Funktionalität und Integrati-onsfähigkeit der Betroffenen dar. In epidemiologischen Untersuchungen wurden in diesem be-sonders vulnerablen Kollektiv hohe Prävalenzen an psychischen Störungen, insbesondere an Traumafolgestörungen wie der Posttraumatischen Belastungsstörung gefunden. Traumafolgestö-rungen wiederum stellen aufgrund ihrer negativen Auswirkungen auf soziale, Interaktions- und kognitive Leistungsfähigkeiten ein zentrales Hindernis in Bezug auf die im Empfangsland erforder-liche Anpassungs- und Integrationsleistung dar. Unsere klinische Erfahrung am Ambulatorium für Folter- und Kriegsopfer (AFK) des Universitätsspitals Zürich zeigt, dass Menschen, die aufgrund einer schweren Traumatisierung erkranken, oft nicht in der Lage sind, die regulären Angebote zur Integrationsförderung zu nutzen, zu arbeiten, die Sprache zu erlernen und sich in die hiesige Ge-sellschaft angemessen einzugliedern.

Trotz breitgefächerter Erkenntnisse aus der aktuellen Psychotraumatologieforschung liegen inter-national bislang kaum evidenzbasierte Daten in Bezug auf Flüchtlingspopulationen vor, so dass sich Ursachen und Mechanismen der Beeinträchtigungen nur vermuten lassen. Auch können etablierte therapeutische Interventionen nur partiell auf Flüchtlingspopulationen übertragen werden, was oft zu langjährigen, wenig prozesshaften Behandlungen führt. Zusammenfassend bestehen in Bezug auf traumatisierte Flüchtlinge sowohl auf Verständnis- wie auf Behandlungsebene deutliche Wissenslücken, welche sich in bisher nur wenig beeinflussbaren Defiziten in Bezug auf Arbeits- und Integrationsfähigkeit widerspiegeln.

Die vorliegende Studie hat zum Ziel, psychopathologische Parameter einerseits mit klinisch postu-lierten Pathomechanismen, andererseits mit Indikatoren des psychosozialen Funktionsniveaus zu korrelieren und daraus ein integratives Störungsmodell zu entwickeln, welches die Ableitung eines effektiven und spezifischen therapeutischen Angehens mit dem Ziel der Reduktion der Psychopa-thologie und der Wiederherstellung der Arbeits- und Integrationsfähigkeit erlaubt. Wissenschaftliche Kooperation mit und Projektbegleitung durch international renommierte Traumaexperten (Prof. Ulrich Schnyder, UniversitätsSpital Zürich und Prof. Richard Bryant, Sydney, Australien) sind Garant für inhaltliche und methodische Adäquanz der Studie.
Keywords / Suchbegriffe war victims, torture victims, PTSD, emotion dysregulation, attachment disturbances, moral injury.
Project leadership and contacts /
Projektleitung und Kontakte
Prof. Dr. med. Ulrich Schnyder (Project Leader) ulrich.schnyder@usz.ch
lic. phil. Naser Morina (Project Leader) naser.morina@usz.ch
Dr. phil. Julia Müller (Project Leader) julia.mueller@usz.ch
Dr. med. Matthis Schick (Project Leader) matthis.schick@usz.ch
Funding source(s) /
Unterstützt durch
Foundation, Others
Parrotia Foundation
In collaboration with /
In Zusammenarbeit mit
Prof. Dr. Richard Bryant and Dr. Angela Nickerson
School of Psychology
Faculty of Science
The University of New South Wales
Sydney
Australia
Duration of Project / Projektdauer May 2011 to Dec 2016