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Brüggemann

Fakultäten » Philosophische Fakultät » Publizistikwissenschaft und Medienforschung, Institut für » Prof. Dr. Frank Esser » Brüggemann

Completed research project

Title / Titel Media Framing of Climate Change: The Role of the Journalists
PDF Abstract (PDF, 14 KB)
Original title / Originaltitel Das mediale Framing des Klimawandels:
Welche Rolle spielen die Journalisten?
Summary / Zusammenfassung Um globale Umweltrisiken wie die Folgen des anthropogenen Klimawandels zu bewältigen, muss sich die Menschheit darüber verständigen, als wie gravierend ein Problem anzusehen ist, was dagegen zu tun ist und wer es tun muss. Diese Verständigung findet nicht nur in Wissenschaftskreisen und den politischen Arenen der Entscheidungsfindung statt. Die soziale Konstruktion von globalen Umweltrisiken spielt sich zu einem wesentlichen Teil in medial vermittelten öffentlichen Debatten ab. Ein zentraler Mechanismus gesellschaftlicher Selbstverständigung ist die Definition gesellschaftlich relevanter Probleme, ihrer Ursachen und Lösungen. Diesen kommunikativen und sozialen Prozess beschreibt der Framing-Ansatz, der dieser Studie als Heuristik bei der Analyse der Debatte über den Klimawandel dient. Die bisherige Forschung zur Klimadebatte hat sich auf die Analyse von Medieninhalten in einzelnen Ländern konzentriert. Sie hat gezeigt, dass selbst dieses globale Thema in verschiedenen Medien und in verschiedenen Ländern unterschiedlich diskutiert wird. Offen ist die Frage nach der Erklärung journalistischer Framing-Praktiken. Wer setzt die Frames der Medien? Folgen die Journalisten als Autoren von Artikeln den eigenen Deutungsmustern (Journalistenframes) oder geben sie nur Deutungsvorgaben gesellschaftlicher Eliten (Akteursframes) weiter? Unter welchen Bedingungen können Journalisten ihre eigenen Deutungen artikulieren?
Zur Beantwortung dieser Fragen rekonstruiert die hier vorgeschlagene Studie die Produktion internationaler Klimaberichterstattung, indem sie am Beispiel konkreter Artikel Medieninhalte und die Bedingungen ihrer Entstehung gegenüberstellt. Dazu wird die Inhaltsanalyse von Artikeln in verschiedenen Medien und Untersuchungsländern mit einer Befragung der Artikel-Autoren verknüpft. So ist es möglich, konkret zu überprüfen, ob sich die persönlichen Problemwahrnehmungen der Journalisten in ihren Artikeln widerspiegeln und welche anderen Faktoren auf journalistisches Framing Einfluss nehmen. Wissenschaftlich relevant ist das Projekt, weil es die Verknüpfung zwischen Medieninhalten und ihren Produktionsbedingungen vergleichend analysiert und damit einen Beitrag zur Erklärung journalistischer Medieninhalte leistet. Gesellschaftlich relevant ist dieses Forschungsvorhaben, weil es die Mechanismen offenlegt, die die Kommunikation von globalen Umweltrisiken prägen, und damit eine informierte kritische Diskussion dieser Mechanismen ermöglicht.
Project leadership and contacts /
Projektleitung und Kontakte
Dr. Michael Brüggemann (Project Leader) m.brueggemann@ipmz.uzh.ch
Sven Engesser s.engesser@ipmz.uzh.ch
Funding source(s) /
Unterstützt durch
Forschungskredit der Universität Zürich
 
Duration of Project / Projektdauer Sep 2011 to Aug 2013