Fakultäten » Philosophische Fakultät » Völkerkundemuseum » Prof. Dr. Mareile Flitsch » Laely
| Title / Titel | National Museums and Museology in Africa. Exhibiting in and on Africa South of the Sahara. | ||||||
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| Abstract (PDF, 14 KB) | |||||||
| Original title / Originaltitel | Nationalmuseen und Museologie in Afrika. Ausstellen in und über Afrika südlich der Sahara. | ||||||
| Summary / Zusammenfassung | Wenn (National-) Museen identitätsstiftende Funktionen zukommen und damit eine tragende Bedeutung für die kulturelle Identität einer Bürgergesellschaft, so ist ihre Aufgabe und Rolle nicht auf diejenige eines kulturellen Gedächtnisses zu reduzieren, welches Massstäbe für die Leistungen der Gegenwart zur Verfügung stellt. Museen sind mehr als statisches Gedächtnis – sie sind, und das steht damit in Verbindung, immer auch Ort der Auseinandersetzung, der Infragestellung und damit des Aufbruchs, der Perspektivierung, der Versicherung auch und damit der Neudefinition. Das Attribut „national“ verweist auf den Willen, eine gesamtgesellschaftliche Klammer herzustellen und damit auch auf Herrschafts- und politische Verhältnisse, während „ethnographisch“ auf (vermeintliche) kulturelle Idiosynkrasien verweist. Wann kommt eine Museumsanstalt im nationalen, wann im ethnographischen Gewand daher? Inwieweit nimmt sie Bezug zur gegenwärtigen Wirklichkeit des betreffenden Landes? Das Projekt wird sich mit afrikanischer Museologie in mehrfacher Hinsicht auseinandersetzen. Welche Aufgaben und Funktionen übernimmt das (nationale, ethnographische) Museum im zeitgenössischen Afrika? Wofür und wie wird es von welchen Interessengruppen eingesetzt? Welche Vorgängerformen und -einrichtungen lassen sich identifizieren, in welcher Tradition stehen Museen in Afrika? Welche methodischen und szenographischen Haltungen werden verfolgt? Welche Verfahren, Methoden, Techniken und Hilfsmittel kommen zur Anwendung? Wie ist es um Rezeption und Zielpublikum bestellt, wie um Strategiedefinition, Management und Ressourcenversorgung? Welche Sammlungskonzepte und –politik, welche Ordnungsprinzipien stehen im Vordergrund? Wie sieht es mit den Beziehungen zu den Universitäten, zu Forschung und Wissenschaft aus, wie mit Öffentlichkeitsarbeit und Vermittlung? Wie sind die internationalen Beziehungen gestaltet, und welche Resultate zeitigten spezielle Förderprogramme wie die Initiative des International Council of Museums (ICOM) zur Förderung von Museen in Afrika in den 1990er-Jahren (AFRICOM)? Oder die ebenfalls auf internationaler Ebene angestossenen "West African Museums Programme (WAMP)" und "Programme de Prévention dans les Musées Africains (PREMA)", das vom "International Centre for the Study of the Preservation and Restoration of Cultural Propertry (ICCROM)" ins Leben gerufen wurde und in den Aufbau zweier Museologie-Fachhochschulen mündete. Das Projekt verfolgt einen vergleichenden Ansatz und wird zum einen das westliche, zum anderen das südöstliche Afrika im Fokus haben. Das Vorhaben soll Kooperationen mit ausgewählten Museen im südsaharischen Afrika eröffnen und in einem eigenen Teil auf die Frage verweisen, wie Afrika in Museen ausserhalb des Kontinentes dargestellt und abgehandelt, präsentiert und „musealisiert“ wird. Das Projekt wird hierin stark praktisch ausgerichtet sein. Es wird zu einer Veranstaltungsreihe zu diesem Thema am Völkerkundemuseum der Universität Zürich führen und ebenso in die Lehre inkl. Praxismodul Museum Eingang finden. |
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| Keywords / Suchbegriffe | Museum. Afrika. Museology | ||||||
| Project leadership and contacts / Projektleitung und Kontakte |
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| Funding source(s) / Unterstützt durch |
Universität Zürich (position pursuing an academic career), No project-specific funding |
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| In collaboration with / In Zusammenarbeit mit |
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| Duration of Project / Projektdauer | Jan 2012 to Nov 2015 |