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Strässle

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Completed research project

Title / Titel SNSF Professorship "Intermateriality"
PDF Abstract (PDF, 14 KB)
Original title / Originaltitel SNF-Förderungsprofessur "Intermaterialität"
Summary / Zusammenfassung Das Projekt "Intermaterialität" schliesst an die in den letzten Jahren in den Kultur- und Medienwissenschaften mit zunehmender Intensität geführten Diskussionen über Ästhetiken des Materials bzw. der Materialität an und will diese um eine grundsätzlich neue Dimension erweitern, indem es nicht bloss nach der spezifischen Materialität künstlerischer Medien fragt, sondern nach der Intermaterialität, also den möglichen Interaktions-, Transfer- und Interferenzmodi verschiedener Materialien bzw. Materialitäten in künstlerischen Medien. Dabei stützt sich dieser Ansatz auf die theoretischen Materialitätsdebatten ebenso wie auf die derzeit breit geführten Diskussionen über Fragen der Medialität und der Intermedialität. In Ergänzung zur terminologischen Trias Materialität, Medialität und Intermedialität füllt der Begriff Intermaterialität eine Leerstelle aus, die sich fast zwingend aus den genannten Termini ergibt, bemerkenswerterweise bisher aber noch nicht in die Debatte eingebracht wurde. Methodisch soll der Begriff Intermaterialität aus einer Übertragung von Intermedialitätskonzepten auf die Materialitätstheorie modelliert werden. Daraus ergeben sich drei grundsätzliche Modi, in denen das Zusammenspiel von Materialitäten gedacht werden kann: 1. der Modus der Materialinteraktion, gemäss dem Intermaterialsemantiken daraus entspringen, dass einzelne materiale Agenten zueinander in ein Korrespondenzverhältnis treten, dabei als einzelne materiale Agenten aber unterscheidbar bleiben und somit ein Materialarrangement exponieren, das die Ordnung seiner distinkten Komponenten zur Disposition stellt; 2. der Modus des Materialtransfers, gemäss dem ein Material in die Phänomenalität und/oder Funktionalität eines anderen Materials transferiert und folglich so inszeniert wird, als ob es ein anderes Material wäre und nicht 'es selbst' sei; und 3. der Modus der Materialinterferenz, gemäss dem die zueinander in ein Verhältnis gesetzten Materialien ihre jeweiligen komponentiellen Materialsemantiken intermaterial auslöschen, aber gerade in dieser Auslöschung eine Ästhetik erzeugen, die den involvierten Materialitäten supplementär ist. - Diese drei Modi bilden den theoretischen Grundriss des Intermaterialitätsparadigmas, welches das beantragte Projekt errichten will. Dabei wird eine doppelte Plausibilisierungsstrategie verfolgt: Zum einen soll das neue Forschungsfeld im oben skizzierten Sinn methodisch-theoretisch hergeleitet und zum anderen in historischen Modellstudien an konkreten Beispielen - namentlich aus der Literatur - vorgeführt werden.
Weitere Informationen
Publications / Publikationen Strässle, Thomas (2011). Poetologien der Mischung. Textmodelle im Barock. In: Gardt, Andreas; Schnyder, Mireille; Wolf, Jürgen. Buchkultur und Wissensvermittlung in Mittelalter und Früher Neuzeit. Berlin, 261-274. ISBN 978-3-11-026879-9.
Keywords / Suchbegriffe Intermediality, Interaction, Material Semantics, Material Culture Studies, Mediality, Intermateriality, Interference, Transfer, Materiality
Project leadership and contacts /
Projektleitung und Kontakte
Prof. Dr. Thomas Strässle (Project Leader) Thomas.Straessle@access.unizh.ch
Other links to external web pages http://www.hkb.bfh.ch/foerderungsprofessur.html
Funding source(s) /
Unterstützt durch
SNF (Personen- und Projektförderung)
 
In collaboration with /
In Zusammenarbeit mit
Hochschule der Künste Bern Switzerland
Duration of Project / Projektdauer Apr 2009 to Mar 2013