Fakultäten » Philosophische Fakultät » Ethnologisches Seminar » Prof. Dr. Shalini Randeria (emeritiert) » Karagiannis
| Title / Titel | Between Globalism and National Order: Pentecostalism as a Challenge to Nation-State and National Ideology in Greece | ||
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| Abstract (PDF, 14 KB) | |||
| Summary / Zusammenfassung | Das Projekt widmet sich dem Verhältnis der Pfingstbewegung zum Nationalstaat und seiner Ideologie. Sein Ziel ist es, zum einen eine differenzierte Sicht auf den pfingstlichen Globalismus zu entwickeln, zum anderen die oft vernachlässigte Rolle des Nationalstaates in Prozessen kultureller Globalisierung angemessen zu würdigen. In der sozialwissenschaftlichen Literatur wird oft darauf hingewiesen, dass Pfingstler global denken und handeln und daher nationale Grenzen, Ideologien und Identitäten radikal zurückweisen. Der Globalismus bzw. Antinationalismus der Pfingstler wird sogar oft als entscheidender Faktor für die bemerkenswerte Verbreitung der Pfingstbewegung in einer globalisierten und durch die zunehmende "Erosion des Nationalstaates" gekennzeichneten Welt angesehen. Allerdings ist das kritische Verhältnis der Pfingstbewegung zum Nationalstaat und seiner Ideologie bis jetzt vorwiegend in Ländern des Südens festgestellt worden, d.h. in jenen Teilen der Welt, in denen Nationalismus wenig erfolgreich war und Nationalstaaten die sozialemanzipatorischen Erwartungen ihrer Bürger enttäuschten. Das Forschungsprojekt beabsichtigt, das Verhältnis des Pfingstlichen zum Nationalen in Griechenland zu untersuchen, wo Nationalismus eine Jahrhunderte lange, erfolgreiche Tradition hat und immer noch eine allgegenwärtige Ideologie darstellt. Eine Grundannahme des Projekts ist, dass ein vom Nationalismus erfolgreich erfasster Kontext den Spielraum von Pfingstlern nationale Semantik zu ignorieren bzw. zu verwerfen stark einschränkt. Vielmehr müssen sie kreative und flexible Lösungen entwickeln, die zum einen die Vereinbarkeit des Pfingstlichen mit dem Nationalen, zum anderen die Überwindung des letzteren ermöglichen. Das Forschungsprojekt sieht einerseits eine Ethnographie von Pfingstgemeinden als Organisationen, andererseits eine Ethnographie der Lebenswelt einzelner pfingstlicher Individuen vor. Die empirische Untersuchung wird sich auf drei Pfingstgemeinden in Athen konzentrieren: zwei Gemeinden mit Mitgliedern aus der griechischen Mehrheitsbevölkerung, und eine Gemeinde griechischer Roma. Die wichtigsten Forschungsmethoden werden teilnehmende Beobachtung, formalisierte Interviews und formlose Gespräche sein. Die Originalität des Projekts liegt in der Verknüpfung brisanter Fragen aus der politischen Anthropologie, Religionsanthropologie und Anthropologie der Globalisierung. Neben den wichtigen Erkenntnissen zur besonderen Dynamik und Flexibilität transnationaler religiöser Bewegungen, die aus dem Vorhaben gewonnen werden, soll mit dem Projekt eine Debatte über die Bedeutung des nationalen Kontextes für die Aneignung globaler Ideologien angestossen werden. | ||
| Keywords / Suchbegriffe | Pfingstbewegung, Identität, Pentecostalism, Religion, Transnational Religious Communities, Nation-State, Nationalstaat, Anthropology, Globalization, Globalisierung, Nationalism, Transnationale religiöse Gemeinschaften, Identity | ||
| Project leadership and contacts / Projektleitung und Kontakte |
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| Funding source(s) / Unterstützt durch |
SNF (Personen- und Projektförderung) |
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| Duration of Project / Projektdauer | Jan 2010 to Dec 2012 |