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Freund

Fakultäten » Philosophische Fakultät » Psychologisches Institut » Entwicklungspsychologie: Erwachsenenalter » Prof. Dr. Alexandra M. Freund » Freund

Completed research project

Title / Titel Age-related consequences of gain and loss motivation
PDF Abstract (PDF, 14 KB)
Original title / Originaltitel Altersdifferenzielle Konsequenzen von Gewinn- und Verlustmotivation
Summary / Zusammenfassung In einer Reihe von Studien konnte gezeigt werden, dass junge und alte Erwachsene sich hinsichtlich ihrer motivationalen Orientierung hin auf Gewinne und Verluste unterscheiden (z.B. Ebner, Freund, & Baltes, 2006; Freund, 2006): Wahrend jüngere Erwachsene eine klare Präferenz für eine Gewinnorientierung aufweisen, sind ältere Erwachsene stärker vermeidensmotiviert. Diese altersbezogene Veränderung der Gewinn- und Verlustmotivation erweist sich hinsichtlich des subjektiven Wohlbefindens und der Ausdauer bei der Verfolgung von Zielen als adaptiv. Ob ein solcher alterdifferenzieller Zusammenhang der motivationalen Orientierung auch für die tatsächliche Zielerreichung (Performanz) besteht, ist bisher noch nicht untersucht worden. Dies ist insbesondere für Fragen des lebenslangen Lernens jedoch von grosser Relevanz.

Eine weitere, aus angewandter Perspektive sehr relevante Frage bezieht sich auf die bisher weitgehend hinsichtlich der motivationalen Orientierung in empirischen Studien ausgeklammerten Altersgruppe der mittelalten Erwachsenen, die noch voll im Berufsleben steht. Auch aus entwicklungspsychologischer Perspektive ist diese Altersgruppe insofern besonders interessant, da sie bereits erste Verluste und Einschränkungen in ihrem Funktionsniveau erfahren muss, was zu einer stärkeren Verlustorientierung führen sollte. Gleichzeitig sind jedoch im mittleren Erwachsenenalter noch weitere Entwicklungsgewinne möglich, was eine Ausrichtung auf Zugewinne nahe legt. Es wird daher vorhergesagt, dass mittelalte Erwachsene eine gleichermassen gewinn- wie verlustvermeidende motivationale Orientierung aufweisen. In Bezug auf die Konsequenzen hinsichtlich der Persistenz, Performanz und dem subjektiven Wohlbefinden können zwei alternative Hypothesen gegeneinander getestet werden: Die beiden Orientierungen führen zu konfligierenden Zielstrategien, die zu einer verminderten Leistung und Wohlbefinden führen (vgl. Riediger & Freund, 2004). Die Gegenhypothese besagt, dass der gleichzeitige Einsatz gewinnorientierter und verlustvermeidender Zielstrategien sich wechselseitig ergänzt und positive Konsequenzen hinsichtlich des subjektiven Wohlbefindens, der Performanz und der Persistenz in der Zielverfolgung führt.

In zwei Studien soll die motivationale Orientierung von mittelalten im Vergleich zu jungen und älteren Erwachsenen sowie die möglichen altersdifferenziellen Zusammenhange mit der Performanz und der Zielerreichung untersucht werden.
Project leadership and contacts /
Projektleitung und Kontakte
Prof. Dr. Alexandra M. Freund (Project Leader) freund@psychologie.uzh.ch
Funding source(s) /
Unterstützt durch
Universität Zürich (position pursuing an academic career)
 
In collaboration with /
In Zusammenarbeit mit
Prof. Dr. Derek Isaacowitz
Brandeis University
Department of Psychology
Waltham, MA 02454-9110
United States
Dr. Natalie Ebner
Yale University
Department of Psychology
P.O. Box 208205
New Haven, CT 06520-8205
United States
Duration of Project / Projektdauer Nov 2009 to Apr 2012