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Kriesi

Fakultäten » Philosophische Fakultät » Politikwissenschaft, Institut für » Prof. Dr. Hanspeter Kriesi (emeritiert) » Kriesi

Completed research project

Title / Titel The politicization of Europe
PDF Abstract (PDF, 14 KB)
Original title / Originaltitel Die Politisierung Europas
Summary / Zusammenfassung Das Projekt greift die aktuelle politikwissenschaftliche und gesellschaftliche Diskussion um die weitere Entwicklung des europäischen Integrationsprozesses auf und untersucht dabei die Ursachen, das Ausmaß und die Konsequenzen seiner zunehmenden „Politisierung“. Die-ser Schlüsselbegriff der neueren Europaforschung führt zu einer stärkeren Berücksichtigung des politics-Bereiches und anerkennt, dass eine Fokussierung auf institutionelle und policy-orientierte Ansätze dem Verständnis der gegenwärtigen Dynamik des Einigungsprozesses nicht mehr gerecht werden.

Im Gegensatz zu zahlreichen jüngeren Arbeiten nimmt das Projekt dabei eine Verlagerung des Schwerpunktes der Untersuchung zurück in die Nationalstaaten ein, da diese immer noch der zentrale Ort politischer Auseinandersetzung sind und sich dort die entscheidenden politischen Beteiligungsrechte der Bevölkerung konzentrieren.

Die grundlegende These des Projektes lautet, dass die zunehmende Politisierung des euro-päischen Integrationsprozesses nicht auf unreflektierter Kritik an (nationalen) politischen Eli-ten reduziert werden kann, sondern auf strukturellen gesellschaftlichen Konflikten beruht. Die Unterstützung des Integrationsprozesses bzw. seine Ablehnung basieren dabei auf grundle-genden gesellschaftlichen Spaltungen („Cleavages“), die aus realen Gegensätzen zwischen Gewinnern und Verlierern des Integrationsprozesses hervorgehen und politischen Akteuren in vielen europäischen Ländern neue Möglichkeiten der Mobilisierung eröffnen.

Die vergleichende Untersuchung des Politisierungsprozesses in Deutschland, Großbritan-nien, Frankreich, Österreich, Schweden und der Schweiz im Zeitraum von 1970 bis 2010 führt das spezifische Ausmaß, die Ausgestaltung und die Konsequenzen dieser Entwicklung auf nationale Kontextfaktoren zurück. Methodisch basiert das Projekt auf quantitativen Me-dieninhaltsanalysen und Bevölkerungsumfragen.
Project leadership and contacts /
Projektleitung und Kontakte
Prof Hanspeter Kriesi (Project Leader) hanspeter.kriesi@ipz.uzh.ch
Simon Maag  
Funding source(s) /
Unterstützt durch
SNF (Programm NFP)
 
In collaboration with /
In Zusammenarbeit mit
Edgar Grande, Prof.
LMU München
Geschwister-Scholl-Institut für Politische Wissenschaft
Oettingerstr. 67
80538 München
Germany
Duration of Project / Projektdauer Jul 2009 to Jun 2012