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Brauer

Fakultäten » Medizinische Fakultät » Biomedizinische Ethik, Institut für » Prof. Dr. Nikola Biller-Andorno » Brauer

Completed research project

Title / Titel Advance Directives forms in Switzerland
PDF Abstract (PDF, 14 KB)
Original title / Originaltitel Patientenverfügungsformulare in der Schweiz
Summary / Zusammenfassung (For a German summery see below)

The steadily growing medical progress may cause feelings of anxiety and heteronomy in persons who do not wish to use resources of medical technology to the full extent. Such persons or patients wish to be able to control future decisions about medical treatments also in situations in which they lost decisional capacity and thus the ability to give consent/dissent. Advance directives have the potential to be a mean to self-determination for such situations of intellectual incapacity.
The aim of the dissertation is to compile a list of Swiss advance directive forms, and to analyze them regarding form, content and procedural characteristics. On the basis of this analysis we try to develop quality indicators, on the one hand. Also, on the other hand, we investigate the role and latitude of relatives and other closed persons that is granted through the advance directive forms. On the latter analysis we base ethical-conceptual deliberations regarding the kind of autonomy conceptions, which underpin advance directives (individualistic and social autonomy conceptions).

Der stetig wachsende medizinische Fortschritt, durch den immer mehr Krankheiten diagnostizier- und therapierbar werden, führt vermehrt auch zu einer Angst des Ausgeliefert- und Fremdbestimmtseins. Es wächst das Bedürfnis, selber zu entscheiden, in welchen Situationen welche Massnahmen angewendet oder unterlassen werden sollen.
Patientenverfügungen sind ein mögliches Instrument der Selbstbestimmung für den Fall einer zukünftigen gesundheitlichen Entscheidungssituation im Zustand der Urteilsunfähigkeit. In der Schweiz existieren dazu verschiedene vorformulierte Dokumente unterschiedlicher Gewichtung und Umfangs.
Das Ziel der Dissertationsarbeit liegt darin, eine möglichst vollständige Aufstellung Schweizer Patientenverfügungsformulare zu erstellen und sie anhand von formalen, inhaltlichen und prozessualen Kriterien zu analysieren. Auf der Grundlage dieser Kriterien wird anschliessend zum einen versucht, Qualitätsindikatoren für Patientenverfügungen zu entwickeln. Zum anderen wird untersucht, welche Rolle und welchen Handlungsspielraum Angehörigen oder anderen nahe stehende Personen in und mit Patientenverfügungen zugeteilt wird bzw. werden kann. Letztere Untersuchung bildet den Ausgangspunkt für ethisch-konzeptuelle Überlegungen, welche Arten von Autonomiekonzeptionen Patientenverfügungen zugrunde liegen (Stichwort: individualistische und soziale Konzeptionen von Autonomie).
Publications / Publikationen „Patientenverfügungen als Ausdruck individualistischer Selbstbestimmung? Die Rolle der Angehörigen in Patientenverfügungsformularen“ by C. Zellweger, S. Brauer, C. Geth and N. Biller-Andorno. In: Brauer et al. (2008) p. 201-212.
Keywords / Suchbegriffe advance directives, living will, family, Patientenverfügung
Project leadership and contacts /
Projektleitung und Kontakte
Dr Susanne Brauer, PhD (Project Leader) brauer@ethik.uzh.ch
Caroline Zellweger  
Funding source(s) /
Unterstützt durch
Universität Zürich (position pursuing an academic career)
 
Duration of Project / Projektdauer Jun 2006 to Jun 2008