Fakultäten » Philosophische Fakultät » Kunsthistorisches Institut » Prof. Dr. Brigitte Kurmann-Schwarz » Kurmann-Schwarz Trümpler
| Title / Titel | Eva Laura Zangger, Glasmalerei im Spannungsfeld von Historismus und Jugendstil. Studien zum Werk von Georg Jakob Röttinger |
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| Abstract (PDF, 14 KB) | |||||||
| Original title / Originaltitel | Eva Laura Zangger, Georg Jakob Röttinger. Glasmalerei im Spannungsfeld von Historismus und Jugendstil | ||||||
| Summary / Zusammenfassung | Glasmalereien erfreuten sich zur Zeit der Wende zum 20. Jahrhundert als Architekturschmuck wachsender Beliebtheit. Während die Glasmalerei im 19. Jahrhundert zunächst noch aufs Engste mit kirchlichen Bauten verbunden war, konnten die profanen Werke um die Jahrhundertwende bereits einen ähnlich grossen Anteil am Auftragsvolumen vorweisen. Die zunehmende Nachfrage nach Glasmalereien und die Steigerung der Produktion zogen auch eine Entwicklung in der Organisation der Glasmalerateliers nach sich. Neben den neuen Grosswerkstätten gab es weiterhin Glasmaler, die eine künstlerische Ausbildung durchlaufen hatten und auch eigene Entwürfe anfertigten. Zudem wurden die erhältlichen Vorlagen oft relativ frei umgesetzt. Im Zuge des herrschenden Stilpluralismus konnten die Glasmaler dieser Zeit aus dem reichen Formenschatz des Historismus und des Jugendstils schöpfen. Georg Jakob Röttinger (1862-1913), Sohn des aus Nürnberg eingewanderten Glasmalers Johann Jakob Röttinger, war einer der bekanntesten Glasmaler der Schweiz zur Zeit der Jahrhundertwende. Aus seiner Werkstatt sind zahlreiche Werke im In- und Ausland bekannt. Nach dem Tod seines Vaters half er bis 1880 in der Glasmalerei Karl Wehrlis in Zürich mit. Danach zog er nach Nürnberg, wo er neben der Arbeit im Glasmalereiatelier von Hans Klaus die Abendschule an der Königlichen Kunstgewerbeschule besuchte. Nach weiteren Aufenthalten in Deutschland übernahm er 1887 das väterliche Geschäft. Sein jüngerer Bruder Heinrich, der sich um die administrative Leitung des Ateliers kümmerte, führte 1913 nach dem Hinscheiden Georgs die Werkstatt alleine weiter. Für die laufenden Forschungen wurde bereits grundlegende Vorarbeit geleistet. Dazu gehört die im September 2006 bei Frau PD Dr. B. Kurmann-Schwarz eingereichte Lizentiatsarbeit Glasmalereien um 1900 – Das Zürcher Werk Georg Röttingers, für welche etliche Archivalien aus dem Nachlass Röttinger erfasst wurden. Ebenso zum Erfahrungsschatz trugen die Arbeiten am Inventar der Glasmalereien der Stadt Zürich bei, welche mit der Unterstützung der Denkmalpflege der Stadt Zürich ausgeführt wurden. Im Laufe des Projekts wurde zunächst der umfassende Nachlass der Glasmaler-Familie Röttinger erfasst und ausgewertet und mit Hilfe einer Forschungsdatenbank zugänglich gemacht. Auch Archivrecherchen in Nürnberg ergaben aufschlussreiche Ergebnisse zur künstlerischen und handwerklichen Ausbildung Georg Röttingers. Aufgrund des umfangreichen Auftragsvolumens der Werkstatt unter Georg Röttinger wurde aufgrund verschiedener Kriterien (Quellenlage, Erhaltungszustand der Glasmalereien, zu erwartende Ergiebigkeit für die zu behandelnden Fragestellungen) eine prioritär zu behandelnde Werkauswahl getroffen. Die Erfassung und Auswertung der noch in situ vorhandenen Bestände sowie der entsprechenden Archivalien für die Forschungsarbeit konnte für diese Auswahl bereits vollständig abgeschlossen werden. Die Fragestellungen, die nun bei der Auswertung von Interesse sind, umfassen Aspekte des Entstehungsprozesses der Werke - von der Bestellung über die künstlerischen Vorarbeiten bis hin zu den organisatorischen, technischen und kommerziellen Aspekten der Werkstattarbeit – der Anwendung neuer Techniken und Materialien, der Stil- und Materialwahl unter dem Einfluss der Auftraggeber sowie der Eigenständigkeit und Flexibilität der Glasmaler. Auch gilt es, die Wahl und Bevorzugung bestimmter Inhalte und die Rolle des Mediums Glasmalerei in der Gesellschaft zu berücksichtigen. Herkunft und Ausbildung der Glasmaler können Aufschluss geben zur aktuellen Frage des Kulturtransfers – einerseits von Deutschland in die Schweiz, andererseits von der Deutschschweiz in die Romandie und umgekehrt. Nicht zuletzt sind auch Fragen der Rezeptionsgeschichte von Interesse. At the turn of the 20th century, stained-glass windows were highly appreciated as part of the architectural design. The growing demand for these windows and the increase of the production were followed by new developments in the organisation of the workshops. Georg Jakob Röttinger (1862-1913) was at this time one of the best known stained-glass artists in Switzerland. Before taking over his father Johann Jakob Röttinger’s workshop in Zürich in 1887, he had already gathered many experiences; amongst others he had lived in Nürnberg where he had not only worked as a stained-glass artist but had also attended the school for applied arts. The ongoing research will take a close look at Röttingers work under different aspects of interest, from the the production of the windows to the use of new techniques and materials, thus taking into account the influence of the customer on the choosing of style and material and the originality and the adaptability of the stained-glass artists. Preferences for certain contents as well as the cultural transfer of knowledge, and last but not least the history of reception of this kind of art will be of interest as well. Weitere Informationen |
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| Publications / Publikationen | Eva Zangger, Universitäre Forschung in Zusammenarbeit mit dem Vitrocentre Romont und der Denkmalpflege der Stadt Zürich, Das Zürcher Werk des Glasmalers Georg Röttinger, in: Kunst + Architektur in der Schweiz, 2008.3, hg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2008.Eva Zangger, Techniken der Glasmalerei an der Schwelle zum 20. Jahrhundert, die Zürcher Werke des Glasmalers Georg Röttinger, in: Techniques du vitrail au XIXe siècle, les dossiers de L’IPW, 3, Forum pour la conservation et la restauration des vitraux, Namur 14. – 16. Juni 2007.Eva Zangger, Glasmalereien um 1900, das Zürcher Werk Georg Röttingers, unpublizierte Lizentiatsarbeit der Philosophischen Fakultät Zürich, kunsthistorisches Seminar, bei Dr. Brigitte Kurmann-Schwarz, Zürich 2006.Weitere Informationen | ||||||
| Keywords / Suchbegriffe | Glasmalerei, Jahrhundertwende, 19. Jh. / 20. Jh, Georg Jakob Röttinger, Heinrich Röttinger, Historismus, Jugendstil, Stilpluralismus, Kunstgewerbe, Zürich | ||||||
| Project leadership and contacts / Projektleitung und Kontakte |
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| Other links to external web pages | http://www.vitrocentre.ch www.zb.uzh.ch Zentralbibliothek Zürich http://www.corpusvitrearum.org |
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| Funding source(s) / Unterstützt durch |
SNF (Personen- und Projektförderung), Others Vitrocentre Romont, Schweizerisches Forschungszentrum für Glasmalerei und Glaskunst in RomontDenkmalpflege der Stadt ZürichDenkmalpflege des Kantons Zürich |
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| In collaboration with / In Zusammenarbeit mit |
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| Duration of Project / Projektdauer | Jan 2009 to May 2013 |